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Aktuelles : Dem Segelsport verschrieben - zu 60 Jahre SV Einheit Güstrow
Geschrieben von Angie am 27.05.2010 11:17 (65 x gelesen)

Dem Segelsport verschrieben

27. Mai 2010 | 00:05 Uhr | von Sieglinde Seidel

GÜSTROW - Mit zehn Jahren lernte er das Segeln - heute leitet er andere an. Ehrenamtlich ist Christian Köhn als Jugendwart beim SV Einheit Güstrow tätig.


Für Christian Köhn gehört die ehrenamtliche Arbeit am Inselsee in Güstrow dazu. Zwei Mal pro Woche ist er mindestens vor Ort, um junge Leute mit der Theorie und Praxis des Segelsports vertraut zu machen. Seit 1997 ist er Übungsleiter bei Einheit Güstrow. Als Jugendwart kommen noch weitere Aufgaben hinzu. Zum Beispiel vertritt er hier die Belange der Jugendlichen im Gesamtverein. Seit 2004 ist er im Vorstand tätig. "Der größte Dank sind die strahlenden Gesichter der Kinder", sagt der 32-Jährige. Als Regatta-Wart ist er für die Organisation und Planung von drei Segelveranstaltungen zuständig. Bei ihm laufen die Fäden zusammen. "Ich habe natürlich viele kräftige Helfer an der Seite", betont Christian Köhn.

Mit den Übungsleitern immer in engem Kontakt, stehen auch Ausflüge mit den derzeit etwa 25 Nachwuchs-Seglern auf dem Programm. Gemeinsam mit Christoph da Cunha, zweiter Trainer im Verein, kümmert er sich um die kleinen "Optis", "Piraten" und "Cadets". Norbert Steinbrink, ein erfahrener Segler, gibt sein Wissen ebenfalls an die Jüngsten weiter. "Aber es unterstützen auch viele Eltern und Mitglieder diese Arbeit", fügt Christian Köhn an.

In Pasewalk geboren, schnupperte der Segler schon als Baby Inselseeluft, denn seine Familie zog in die Barlachstadt. Nach verschiedenen sportlichen Stationen - er schnupperte bei Kanusport und Fußball - begann er mit dem Segeln. "Trainer des Trainingszentrums waren in der Schule vorbei gekommen", erzählt Christian Köhn. Im Optimisten der Anfänger begann er den Sport zu lieben. Als er dann mit seinem Freund Stephan Kunkel ein 420er - ein 4,20 Meter langes Boot für zwei Personen - geschenkt bekam, war er mit ihm viel unterwegs. "Mit 16 Jahren haben wir dann unsere Jugendleiter unterstützt und kurze Zeit später bekamen wir eine eigene Gruppe", erzählt Christian Köhn.

Einen Nachteil hat die ehrenamtliche Arbeit für den Güstrower: Er kommt selbst kaum noch aufs Wasser. So versucht er, wenigstens die Sommerregatta mit zu segeln. Warum er trotzdem so viel Engagement zeigt? "Als ich angefangen habe mit dem Segeln, hat es mir für meine Entwicklung viel gebracht. Das möchte ich anderen nun auch ermöglichen", sagt Christian Köhn. Kinder sollen Spaß am Segelsport haben, dabei vieles sehen und Kameradschaft erleben. Zu Welt- und Europameisterschaften sind sie bereits gereist, in diesem Jahr geht es nach Polen.

Bei allen Anforderungen, die der Segelsport stellt, ist es Christian Köhn wichtig, dass der Spaß daran bleibt und sich die Truppe versteht. Ihm zur Seite steht inzwischen Ulrike Kalisch. Mit ihr hat er eine Lebensgefährtin gefunden, die sein Engagement akzeptiert und ihn unterstützt. Nur so kann es funktionieren.

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